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Glasgewichtsrechner

FAQ (HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN)

Die Wahl des richtigen Glases für Ihre Balustrade ist von entscheidender Bedeutung. Sicherheitsglas muss es auf jeden Fall sein.

Die Standardoption ist gehärtetes (getempertes) Glas. Dieses ist bei gleicher Stärke zehnmal fester als thermisch entspanntes Klarglas.

Eine zweite Option ist gehärtetes (getempertes) Verbundglas, also zwei miteinander zu einer einzigen Scheibe verbundene Scheiben aus gehärtetem (getempertem) Glas. Das hat den Vorteil, dass beim Bruch einer der beiden Scheiben die andere das Herunterfallen von Scherben verhindert, was auch das Verletzungsrisiko reduziert.

Zum Härten oder Tempern wird eine zugeschnittene Glasscheibe durch einen Kühlofen geführt, in dem das Material bis zum Schmelzpunkt erhitzt und dann schnell abgekühlt wird. Der dadurch entstehende Druck auf die Oberfläche verleiht dem Glas höhere Festigkeit. Ein weiterer Vorteil gehärteten (getemperten) Glases ist: Wenn es zerbricht, entstehen kleinste Splitter statt scharfkantiger Scherben.

Bei gehärtetem (getempertem) Glas besteht ein geringes Risiko, dass sich im Glas Nickelsulfid-(NiS)-Kristalle bilden. Das kann in seltenen Fällen zu spontanem Glasbruch führen, auch nach der Installation. Dieses Risiko wird durch heißlagerungsgetestetes Glas deutlich reduziert. Bei der Heißlagerung wird das gehärtete (getemperte) Glas nochmals auf eine jedoch niedrigere Temperatur erhitzt, worauf eine langsame Abkühlung erfolgt.

Was ist Verbundglas?

Verbundglas besteht aus zwei miteinander verbundenen und durch eine spezielle Schicht getrennten Glasscheiben.

Für Glas, das in Balustraden eingesetzt wird, verbinden wir normalerweise zwei Scheiben aus gehärtetem (getempertem) Glas.

Für die Zwischenschicht stehen verschiedene Materialien zur Auswahl und jedes hat besondere Eigenschaften.

Zu den geläufigsten Trennschicht-Materialien gehören:

PVB (Polyvinylbutyral) : ist am wenigsten wasserbeständig

EVA (Ethylenvinylacetat)

SGP (SentryGlas)

Bedenken Sie bitte, dass eindringendes Wasser die Laminatschichten bei unkorrekter Installation beschädigen kann, so dass sich die Schichten voneinander lösen können. Das Glas sollte sich niemals an irgendeiner Stelle unter oder im Wasser befinden, und deshalb sind korrekte Drainagebohrungen in der Grundschiene erforderlich.

Die untenstehende Tabelle enthält nähere Angaben zur Gleichstreckenlast (Uniform Distributed Load, UDL) und der erforderlichen Glasbeschaffenheit von gehärtetem (getempertem) Glas und Verbundglas für freistehende Glasschutzgeländer (auf der Grundlage einer Höhe von 1.100 mm vom Bodenbelag bis zur Oberkante).

Kilonewton, gemeinhin als kN bekannt, steht für die Kraft, die auf die Glasbalustrade einwirkt. Bei entsprechenden Tests wird unter Krafteinwirkung die Durchbiegung des Glases gemessen. Im Vereinigten Königreich ist für Glasbalustraden eine maximale Durchbiegung von 25 mm zulässig.
1,00 kN entsprechen etwa 102 kg.

Im Überblick gelten folgende Lastanforderungen:
0,36 kN – Innenräume Einfamilienhaus
– Außenbereiche bei Fallhöhe von weniger als 600 mm
0,74 kN – Außenbereiche Einfamilienhaus bei Fallhöhe ab 600 mm
1,50 kN – Kleingewerbe-Installationen wie Bars und Restaurants
3,00 kN – Installationen in großen gewerblichen Anlagen wie Stadien, Flughäfen und Bahnhöfen

Unser System ist nur so stabil wie der Untergrund, auf dem es installiert wird, und deshalb muss eine geeignete Unterkonstruktion vorhanden sein.
Die erforderliche Stärke des Stahls und die Betonstärke variieren je nach eingesetztem System. Wir haben die Installation unserer Systeme sowohl auf Stahl als auch Beton getestet.
Wenn Sie Fragen zur Installation haben, können Sie sich gerne mit uns in Verbindung setzen. Wir beraten Sie jederzeit gerne. Aber auch Ihr Baustatiker kann Ihnen weiterhelfen.

Derzeit stellen wir unsere Produkte lediglich her und liefern sie aus. Wir arbeiten jedoch eng mit einer Reihe von Montagespezialisten überall im Vereinigten Königreich zusammen. Daher stellen wir Ihnen gerne die Kontaktangaben unserer lokalen Installationspartner zur Verfügung.
Wenn Sie selbst Installateur sind und gern mit uns arbeiten und unsere Systeme montieren möchten, dann senden Sie uns bitte eine E-Mail an sales@pure-vista.com.

Nein, wir haben bei uns vor Ort nicht die notwendigen Einrichtungen, um Glas sicher zu lagern. Wir kennen jedoch Glasanbieter, die wir Ihnen empfehlen können. Die meisten unserer lokalen Glasanbieter oder Verbundglasanbieter können Ihnen Glas bereitstellen.

Nein, wir designen unsere Systeme so, dass keine Spezialwerkzeuge erforderlich sind und normale Standardwerkzeuge während der Installation benutzt werden können.

Ja, Sie können die rahmenlose Glasbalustrade selber installieren. Wir empfehlen jedoch nachdrücklich, jemanden hinzuzuziehen, der im Bau- und Verglasungsbereich kompetent ist. Es gilt, mehrere Dinge wie etwa die Wasserdrainage und den geeigneten Untergrund zu berücksichtigen.
Wir helfen Ihnen bei Fragen zur Installation gerne weiter und beraten Sie zum erforderlichen Glas.

Ja, die Profile können zugeschnitten und an Ecken gegehrt werden. Wenn Sie mit einer Kappsäge oder Gehrungssäge arbeiten, verwenden Sie unbedingt ein Aluminiumsägeblatt, um einen sauberen Schnitt zu erzielen. Andere Metallsägen können einen groben Schnitt verursachen.

Alle unsere Hauptprofile werden aus Aluminium hergestellt.
Für einige Innenteile und Endkappen verwenden wir Edelstahl.
Die Klemmen sind aus Kunststoff.

Unsere Produkte können in diversen Farben eloxiert werden, doch standardmäßig fertigen wir unsere Balustradensysteme mit Edelstahleffekt. Dies ist eine hervorragende Option für moderne Glasbalustraden. Bei besonderen Farbwünschen gelten andere Preise und längere Lieferzeiten. Kontaktieren Sie uns daher bitte frühzeitig für einen Kostenvoranschlag.
Eine andere Möglichkeit ist, eine Pulverlackbeschichtung auf das Aluminium aufzutragen. Pulverlack ist eine Beschichtung, die als Pulver aufgebracht wird. Der Hauptunterschied zu konventioneller Lackbeschichtung liegt darin, dass Pulverlack keine Lösungsmittel benötigt, um Bindemittel und Füllstoffe in Suspension zu halten.
Wir bieten ein breites Spektrum an Farben von der RAL-Farbtabelle. Zwischen einzelnen Chargen kann es zu farblichen Abweichungen bei der Lackierung kommen, so dass jede Bestellung unbedingt als Ganze aufzugeben ist.
Wir liefern kein vorbeschichtetes Aluminium, da durch die Verarbeitung das Risiko einer Beschädigung der Vorbeschichtung ausgesprochen hoch ist.

Zwischen den Glasscheiben sind Abstände einzuhalten. Der schwächste Punkt einer Glasscheibe ist ihre Kante. Belässt man keinen Abstand, können sich die Kanten berühren und dadurch beschädigt werden. Der Abstand darf zwischen 1 mm und 99 mm betragen. Dabei sind jedoch Toleranzen beim Schnitt und die Wärmeausdehnung zu berücksichtigen.
Im Allgemeinen belassen die meisten Installateure einen 10-mm-Abstand zwischen den Glasscheiben. Dies ist ein relativ sicherer Abstand sowohl für Glasschnitt- und Ausdehnungstoleranzen und es ist leichter, beim Bestellen die Abzüge bei den bestellten Glasmetern zu berechnen.

Gelangt man an eine Ecke, an der keine Gefahr durch Windstöße besteht, empfehlen wir eine Installation in T-Form, bei der eine Scheibe die andere überlappt, was die Lücke verringert.
Wenn mit Windeinwirkung auf die Scheiben zu rechnen ist, besteht das Risiko, dass die Scheiben aneinanderstoßen und Beschädigungen oder Glasbruch verursachen. Um dies auszuschließen, ist es am besten, die Scheiben versetzt anzuordnen, so dass sie sich bei Verformung durch Windstöße nicht berühren können.

Nassverglasung ist der gängige Begriff für ein in Harz verankertes Balustradensystem. Dabei wird das Glas in der Regel in eine Standard-Grundschiene in U-Form eingesetzt und das System wird mit einem Harz ausgegossen. Dieses lässt man dann aushärten, was einige Stunden dauert. Diese Verzögerung kann zum Problem werden, insbesondere wenn Wind oder andere Kräfte auf das Glas einwirken und es aus dem Lot bringen können. Wird ein ungeeignetes Harz verwendet, können im Lauf der Zeit Probleme auftreten. So besteht das Risiko, dass bestimmte Inhaltsstoffe mit bestimmten Glastypen reagieren oder dass der Ausdehnungskoeffizient zu hoch ist, was Bruchstellen an den Kanten bewirken kann.
Das größte Problem bei einer nassverglasten Balustrade entsteht dann, wenn Scheiben herauszunehmen sind (etwa wenn sie zerbrochen sind oder die Glasstärke verändert wird). Es ist kein Kinderspiel, vollständig mit Harz verankertes Glas zu entfernen.

Thermisch entspanntes Glas, oftmals Float- oder Flachglas genannt, wird bei den meisten Fensterscheiben verwendet. Es ist in der Regel 4 mm stark. Es ist relativ schwach und kann leicht brechen. Es sollte niemals für Balustradeninstallationen verwendet werden, da es den Linienlasttest nicht bestehen würde. Jedes bis zu 800 mm vom Boden aufragende Glas sollte gehärtet (getempert) sein. Wenn thermisch entspanntes Glas bricht, entstehen große Bruchstücke.

Teilvorgespanntes Glas entsteht durch Erhitzen und langsames Abkühlen von thermisch entspanntem Glas. Es ist rund doppelt so fest wie thermisch entspanntes Glas, doch die obligatorischen Anforderungen etwa des Aufpralltests würde es dennoch nicht erfüllen. Außerdem bilden sich bei Glasbruch keine kleinen Fragmente, sondern große Scherben, was bei Balustraden auf erhöhten Bauelementen mit einem hohen Verletzungsrisiko für unten vorbeigehende Personen einhergehen würde.

Auch gehärtetes bzw. getempertes Glas ist thermisch entspanntes Glas. Doch wurde es auf eine höhere Temperatur erhitzt und dann schnell heruntergekühlt, was dem Glas eine höhere Festigkeit verleiht: das Fünffache im Vergleich zu thermisch entspanntem Glas. Jetzt widersteht es den Stößen der obligatorischen Testverfahren. Darüber hinaus entstehen bei Glasbruch nun kleine Fragmente und keine Scherben, so dass es bei Glasbruch auf höher gelegenen Bauelementen als sicher gilt.

Für die Installation einer Balustrade ist dieses Glas zu verwenden.

Heißgelagertes Glas entsteht durch neuerliches Erhitzen von gehärtetem (getempertem) Glas, das nun wiederum langsam abgekühlt wird.
Man tut dies, weil ein geringes Risiko für Nickelsulfideinschlüsse im Glas besteht, eine natürliche Begleiterscheinung der Glasverarbeitung. Nickelsulfid-Kristalle haben einen anderen Ausdehnungskoeffizienten als Glas, so dass beim Erwärmen und Abkühlen durch den Einfluss saisonal bedingter Temperaturschwankungen spontaner Glasbruch auftreten kann. Das kann sehr kostspielig sein, wenn das Glas nach Abschluss der Installation nicht leicht zugänglich ist.
Durch Heißlagerung des Glases wird dieses Risiko drastisch reduziert und ein eventueller Glasbruch erfolgt im Werk, wo ohne große Umstände eine neue Scheibe produziert werden kann.